Am 10. August war die Sächsische Zeitung bei mir und hat mir Fragen zur Zukunft der Stiftung gestellt. Das Interview gibt mir die Möglichkeit, die aktuellen Herausforderungen und meine Ziele für die Stiftung Soziale Projekte (SoPro) kurz zu erläutern.

Die letzten Wochen waren geprägt von einer intensiven Bestandsaufnahme. Es ist offensichtlich, dass die Stiftung in den vergangenen Jahren in schwierigem finanziellen Fahrwasser war. Meine erste Priorität ist daher die finanzielle Stabilisierung: Bis Ende September liegt ein Sanierungskonzept vor. Wir müssen zunächst die Zahlen verstehen, die Vergangenheit analysieren und einen Plan entwickeln, der die Stiftung langfristig tragfähig macht.

Mit dem Team, das ich in der SoPro vorfinde, können wir ambitionierte Ziele erreichen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind seit Jahren mit Herzblut bei der Sache. Ihre Verbundenheit zu der Stiftung ist der beste Beweis dafür, dass der Auftrag, Menschen zu befähigen und zu unterstützen, weiterhin gelebt wird.

Konkrete Projekte wie der Kräutergarten an der Wiesengasse stehen vor einer Erneuerung. Die letzten AGH-Stellen laufen im August leider aus; dies ist ein schmerzhafter Verlust, den wir jedoch nicht als Endpunkt, sondern als Chance für neue Lösungen betrachten. Ich bin mit verschiedenen Institutionen im Kontakt, um die Anlage weiterhin als Erprobungsmöglichkeit für die Integration in den Arbeitsmarkt zu erhalten wie auch als Begegnungsort für unterschiedliche Kulturen und Generationen zu entwickeln.

Unser operativer Kern bleibt die tägliche Essensversorgung für Kitas und Schulen. Für die Zukunft hoffe ich, dass wir den Betrieb des Restaurants für das Mittagessen vor Ort wieder aufnehmen können.

Was die Meißnerinnen und Meißner wissen sollten: Unser Catering-Service für private und gewerbliche Anlässe ist weiterhin buchbar, genauso wie unterschiedliche Räume für Feiern und Workshops, und sogar ein paar Schlafgelegenheiten. Diese Säulen sind für die finanzielle Stabilität und den sozialen Auftrag der Stiftung unverzichtbar.

Zukunftsgewandt bedeutet für die SoPro auch: Digitalisierung und Sichtbarkeit. Der Launch der neuen Webseite ist gerade erfolgt, und wir arbeiten an einer eigenen App für die Essensversorgung.